Der Frühling kommt – die Weidenkätzchen sind schon da!

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Allmählich geht der Winter zu Ende. Ich freue mich schon sehr auf den Frühling – den echten, voll leuchtender Farben, summend, brummend und warm. Bisher befinden wir uns aber noch in dieser „Übergangsphase”, wenn die Reserven allmählich knapp werden und wir jeden Tag auf das Neue warten, das Grüne und Beschwingte.

Weidenkätzchen-Milch gegen Erkältung

1 Esslöffel Weidenkätzchen in 1 Glas Kokosmilch oder andere Milch geben.

Die Mischung langsam erhitzen.Kurz vor dem Siedepunkt die Milch vom Herd nehmen und 10 Minuten ziehen lassen.

Warm trinken. Die Milch gegebenenfalls mit Honig süßen. Das überdeckt etwas den Geschmack und verstärkt die entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften.

Und wenn Schnupfen, Husten und Erkältung unsere Familie plagen und nicht freiwillig abziehen wollen, müssen wir eben unsere Abwehrkräfte stärken. Also ab nach draußen! Natürlich hörte ich erst einmal das bekannte „Nee, ich will will nicht.“, „Spazieren gehen ist voll langweilig!“. Aber ich blieb standhaft. Frische Luft ist wichtig und ein kurzer Spaziergang würde allen guttun.

Ich liebe es spazieren zu gehen, sowohl in der Stadt als auch außerhalb.
Dieses Mal fuhren wir in den Wald auf der Suche nach den ersten Boten des Frühlings. Und sind, na klar, die Weidenkätzchen. Und sie erinnern uns daran, dass Ostern vor der Tür steht. Ich hatte vor, einen Kranz aus Weidenkätzchen für unsere Haustür zu binden oder die Zweige zur Dekoration auf unseren Tisch zu stellen. Also suchten wir nach einer Weide. Bei uns in Polen ist es nicht verboten, Weidenkätzchen in der Natur zu sammeln. Bevor Ihr es uns gleichtut, erkundigt Euch bitte, ob es bei Euch in der Region erlaubt ist, oder ob Ihr damit den Bienen ihr erstes Festmahl nach dem langen Winter klaut. Wir hatten jedenfalls ein Ziel, und die Langeweile war vergessen.

Weide, oder besser gesagt ihre Rinde, ist eine bekannte Heilpflanze. Sie enthält unter anderem Salicin, sozusagen das pflanzliche Aspirin. Weidenrindensud hat entzündungshemmende, antibakterielle sowie desinfizierende Eigenschaften und lindert Schmerzen und Fieber. Weidenrinde wird daher seit Jahrhunderten schon bei fieberhaften Erkrankungen wie Grippe oder Erkältung empfohlen. Weidenkätzchen haben sehr ähnliche Eigenschaften. Sie sind essbar und tatsächlich sehr lecker 🙂

Ihr solltet auf jeden Fall einmal Weidenkätzchen-Milch probieren! Ich liebe sie 🙂

PS. Wusstet Ihr, dass die Weide zwei Arten von Kätzchen hat? Diejenigen in Sträußen und Kränzen (die “Kätzchen”) sind männlich. Aber an einigen Bäumen wachsen auch weibliche Blüten, sie sind etwas grüner. Man lernt eben nie aus.